fbpx

Berufliche Perspektiven statt kurzfristiger Einsätze

Die Leiharbeitsbranche schreibt immer wieder Schlagzeilen. Oftmals negative. Leiharbeit oder genauer gesagt zahlreiche Unternehmen, die in der Branche tätig sind, stehen auch in jüngsten Medienberichten in der Kritik. Erst kürzlich führte eine Doku von „ZDF-Zoom“ den Zuschauern die Schattenseiten der Leiharbeit vor Augen. Die dort zutage geförderten Zustände sind nicht selten untragbar. Rund eine Million Menschen arbeiten bundesweit als Leiharbeiter. Über 52.000 Unternehmen sind in der Branche tätig. Da es nur sehr geringe Einstiegshürden gibt, sind einige schwarze Schafe darunter zu finden. Es wird darüber berichtet, dass Mitarbeiter systematisch über den Tisch gezogen werden. Gesetzliche Regelungen zum Schutz der Zeitarbeitnehmer würden umgangen, etwa das 2017 vom Gesetzgeber beschlossene „Equal Pay“. Demnach müssen Leiharbeitnehmer nach spätestens neun Monaten den gleichen Lohn erhalten wie Stammbeschäftigte im selben Betrieb.

“Klassische Zeitarbeit ist nicht unser Thema”

Auch in unserer Region sind zahlreiche Personaldienstleister auf dem Bewerbermarkt tätig. Eines davon ist die Fachkraft Service und Beratung GmbH in Attendorn und Kreuztal – kurz FKS. Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Dennis Grenzel und Klaus-Dieter Michaelsen haben selbst lange Jahre in der Zeitarbeitsbranche bei einem großen Konzern gearbeitet. Gemeinsam gründeten sie 2010 FKS, weil sie nicht mehr so weitermachen wollten, wie es leider in vielen Unternehmen der Branche üblich ist. Mitarbeiter wurden bei ihrem damaligen Arbeitgeber von Einsatz zu Einsatz geschickt, ohne Sicherheit und vor allem ohne eine wirkliche Perspektive. Das Konzept der beiden Unternehmer war so gut wie einfach: sie wollten keine Leiharbeitskräfte an Unternehmen für kurzfristige Einsätze vermitteln, sondern Facharbeitern zu neuen beruflichen Perspektiven verhelfen. “Klassische Zeitarbeit ist nicht unser Thema”, sagt Dennis Grenzel. Stattdessen ist es den Personalern wichtig, gut ausgebildete Fachkräfte in Stellen zu vermitteln, die zu ihnen passen, in denen ihre Arbeit entsprechend gewürdigt wird und wo sie eine langfristige Perspektive haben. „Für uns ist es extrem wichtig, dass wir gemeinsam mit unseren Bewerbern das Unternehmen und den Arbeitsplatz, um den es geht, besichtigen. Der Mitarbeiter soll wissen, wie sein zukünftiger Arbeitsplatz aussieht, schließlich kauft niemand gerne die Katze im Sack.” Je besser ein potenzieller neuer Mitarbeiter wisse, was im neuen Job auf ihn zukommt, desto geringer sei die Gefahr, dass er zukünftig unzufrieden werden könnte.

Das Ziel lautet Festanstellung

Im Schnitt bringt das Unternehmen jährlich rund 250 Mitarbeiter in Festanstellung. Oftmals bleibt auch nach der Vermittlung der Kontakt bestehen und das Unternehmen wird regelmäßig von ehemaligen Mitarbeitern weiterempfohlen. Darüber freuen sich die Personalberater natürlich. Und sie sehen sich dadurch immer wieder in ihrer Arbeit bestätigt, so Geschäftsführer Michaelsen, denn: „Uns geht es nicht darum, Mitarbeiter von einem kurzfristigen Einsatz in den nächsten zu bringen. Vielmehr ist das Ziel immer, dass unsere Mitarbeiter in den jeweiligen Betrieben fest übernommen werden.“ Und das funktioniert bei FKS so gut wie immer.

Teile diesen Beitrag!

2019-07-02T12:13:43+02:00 Arbeitswelt, FKS News|