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Was ändert sich mit der AÜG-Reform 2018?

Am 1. April 2017 trat die Reform des AÜG (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz) in Kraft. Sinn der Reform ist vor allem, missbräuchliche Verträge zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu verhindern. Seit diesem Jahr sind auch neue Regelungen wie Höchstüberlassungsdauer und Equal Pay wirksam geworden. Was heißt das aber für Mitarbeiter?

Was bedeutet eigentlich Arbeitnehmerüberlassung?

Ganz allgemein spricht man laut § a Abs. 1 AÜG dann von Arbeitnehmerüberlassung, wenn ein Mitarbeiter in den Betrieb eines Entleihers eingegliedert ist und dessen Weisungen unterliegt. Das ist nur zulässig, wenn zwischen dem Unternehmen, das den Mitarbeiter überlässt, also der Zeitarbeitsfirma, und dem Leiharbeiter ein Arbeitsvertrag besteht, und der Verleiher über eine Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis verfügt. Das Unternehmen, in dem der Mitarbeiter eingesetzt wird, darf ihn nicht weiterverleihen. Die Arbeitnehmerüberlassung muss im Vertrag ausdrücklich als solche genannt werden, sprich der Arbeitnehmer muss genau darüber informiert werden, dass er als Leiharbeiter in Entleihunternehmen arbeiten wird (Konkretisierungspflicht, Kennzeichnungspflicht, Informationspflicht). Damit wird die Arbeitnehmerüberlassung zum Beispiel klar von Werksverträgen abgegrenzt. Das dient zum Schutz des Mitarbeiters.

Was hat sich 2018 konkret geändert?

2018 werden neue Regelungen zur Höchstüberlassungsdauer und zum Thema Equal Pay wirksam. Für Mitarbeiter bedeutet das einerseits, dass sie bei ein und demselben Betrieb nicht länger als 18 Monate am Stück überlassen werden dürfen. Das gilt auch, wenn der Mitarbeiter über einen anderen Personaldienstleister bei dem jeweiligen Unternehmen eingesetzt war. Wird der Überlassungszeitraum mehr als drei Monate unterbrochen, beginnt die Fristberechnung wider bei null. Relevant wird die 18 Monate-Regelung für die ersten Kollegen ab Oktober 2018. Der zweite wichtige Punkt, der sich schon Januar 2018 ändert, ist die Equal-Pay-Regelung. Demnach hat ein Zeitarbeiter nach 9 Monaten ununterbrochenem Einsatz im Entleihunternehmen Anspruch auf eine gleichwertige Bezahlung wie die Stammmitarbeiter des Unternehmens. Das umfasst grundsätzlich alle auf den Lohnabrechnungen ausgewiesenen Bruttovergütungsbestandteile.

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2018-02-28T12:00:07+00:00 Bewerbung & Job|