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Was müssen Arbeitnehmer im Winter beachten?

Zumindest im Moment sieht es nicht so aus, als müssten wir in nächster Zeit mit Schneechaos rechnen. Also wohl keine weiße Weihnachten. Während sich die meisten Kinder wohl über Schnee freuen würden, kann der Winter für Arbeitnehmer, die zum Arbeitsplatz mit dem Auto oder auch den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren müssen, durchaus eine Herausforderung sein. Wie sind eigentlich die Regelungen, wenn jemand aufgrund Schnee und Eis zu spät oder gar nicht zur Arbeit kommt?

Winterzeit ist Schneezeit – zwar nicht überall in Deutschland, in unserer Region können wir aber durchaus damit rechnen, das mal “etwas runterkommt”. Wie sieht das eigentlich aus, wenn man als Arbeitnehmer bei starkem Schneefall nicht zur Arbeit kommt – ist das “höhere Gewalt”? Darf man tatsächlich einfach so zu Hause bleiben und wie sieht es dann mit Lohnfortzahlungen aus?

Generell gilt: Der Angestellte trägt das Wegerisiko

In erster Linie sind Arbeitnehmer selbst dafür verantwortlich, dass sie ihre Arbeit pünktlich beginnen können. Da sie das sogenannte Wegerisiko tragen, müssen sie im Normalfall auch bei Sturm, Schneechaos, Streik oder Stau dafür sorgen, dass sie pünktlich am Arbeitsplatz ankommen. Das kann dann durchaus bedeuten, dass sie sich um einiges früher auf den Weg machen müssen. Das gilt für alle Ereignisse, die eintreten, welche nicht unter den Punkt “höhere Gewalt” fallen, also alles, was irgendwie vorhersehbar ist. Und dazu gehört natürlich auch winterliches Wetter im Winter. Solange der Arbeitnehmer bei Verspätung nachweisen kann, dass er alles unternommen hat, um trotz der Widrigkeiten pünktlich zu kommen, muss nicht mit Abmahnung oder Kündigung rechnen. Allerdings kann der Arbeitgeber fordern, dass die versäumte Zeit nachgeholt oder der Lohn gekürzt wird. Allerdings muss das nicht zwingend am selben Tag sein. Auf ihrem Weg zur Arbeit sind Arbeitnehmer über ihre Berufsgenossenschaft versichert, natürlich auch im Winter. Allerdings sollten sie dabei nicht den direkten Arbeitsweg verlassen. Wenn absehbar ist, dass man sich verspäten wird, sollte man in jedem Fall den Arbeitgeber frühzeitig informieren.

Mehr über das Thema Wegeunfälle und was nach einem solchen Unfall zu tun ist, erfährst Du bei Deiner Berufsgenossenschaft: weiterlesen

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2019-12-18T12:03:09+01:00 Arbeitswelt|