fbpx

Was bedeutet eigentlich ERA?

Die Abkürzung ERA steht für das Entgelt-Rahmen-Abkommen, das von 1999 bis 2003 zwischen der IG Metall NRW und den Arbeitgeberverbänden der Metallindustrie verhandelt wurde. ERA trat im Jahr 2004 in Nordrhein-Westfalen in Kraft. Das Ziel soll ein einheitliches, zeitgemäßes Entgeltsystem für Arbeiter und Angestellte sein. Das heißt, vergleichbare Arbeitsaufgaben und Belastungen sollen über alle Beschäftigungsgruppen hinweg bewertet werden, so dass im Endeffekt eine höhere Entgeltgerechtigkeit entsteht. Es gibt damit nicht mehr die traditionelle Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellten.

Gleiches Geld für gleiche Arbeit

Seit Ablauf Oktober 2010 ist das ERA die alleinige tarifliche Basis der Entgeltbestimmung in den mehr als 2.000 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalens. Alle Beschäftigten erhielten eine neue Entgeltgruppe, die ihrer ausgeführten Tätigkeit entspricht. Kurz gesagt bedeutet das: “Gleiches Geld für gleiche Arbeit.” Grundsätzlich werden Beschäftigte nach dem Entgeltrahmen-Tarifvertrags (ERA-TV) auf Grundlage der Anforderungen, die an die zu erledigende Arbeitsaufgabe gestellt werden eingruppiert, das heißt, die Bezahlung hängt von der Arbeit ab, die ausgeübt wird, und nicht mehr unbedingt von der vorhandenen Qualifikation (Studienabschluss, Techniker, Meister etc.).

Sicherung des Betriebsfriedens

Darüber hinaus soll das Entgeldrahmenabkommen den Betriebsfrieden sichern, wie die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein es beschreiben: “Der Flächentarifvertrag hält Konflikte weitgehend aus den Betrieben heraus und sichert damit den Betriebsfrieden. Er ermöglicht durch die Friedenspflicht während seiner Laufzeit störungsfreie Lieferbeziehungen. Gerade in einer hochvernetzten und arbeitsteilig organisierten Wirtschaft bietet der Flächentarifvertrag den Betrieben Planungssicherheit.”

Mehr Informationen zu ERA findet man bei den Arbeitgeber- und den Arbeitnehmerverbänden, z.B. hier:

Metall.NRW

ERA-Entgelt-Tabelle