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Mitarbeiter stellen bei der Berufswahl die Sinnfrage

Lohn und Gehalt sind nicht alles. Laut einer aktuellen Studie des Österreicher Institut für Markt- und Sozialanalysen (IMAS) sind neben dem Verdienst vor allem das eigene Interesse und die Freude an einer bestimmten Tätigkeit ausschlaggebend für die Berufswahl. Wichtiger als etwa die Sicherheit des Arbeitsplatzes wird der Sinn des Jobs empfunden. Darüber hinaus ist Bewerbern ein gutes Betriebsklima wichtig. Positiv ist, dass der Großteil aller Beschäftigten (Befragung in Österreich) mit ihrem Job zufrieden oder sogar sehr zufrieden sind.

Die Arbeitswelt verändert sich in so ziemlich allen Bereichen. Immer häufiger hört man, dass den neuen Generationen von Arbeitnehmern andere Dinge im Beruf wichtig sind als ihren Eltern oder gar Großeltern. Ein besonders oft genannter Begriff ist der der Sinnstiftung. Aber was soll man eigentlich unter einem sinnstiftenden Job verstehen? Eines vorweg – wer seine Arbeit als sinnvoll erlebt, der arbeitet engagierter und qualitätsorientiert, er hat mehr Freude an seiner Tätigkeit. In einer Studie  fragten sich die drei Innsbrucker WissenschaftlerInnen Tatjana Schnell, Thomas Höge und Edith Pollet, was Arbeit generell sinnvoll macht und arbeiteten dabei vier Kernaspekte heraus: KohärenzZielorientierungBedeutsamkeit und Zugehörigkeit. Was heißt das nun konkret?

Die vier Aspekte Sinn stiftender Arbeit

Man spricht von Kohärenz, wenn man sich mit der Rolle, die einem durch den Job zukommt, identifizieren kann – sprich wenn Job und Unternehmen zu einem passen. Wer sich auf der Arbeit ständig verstellen muss und nicht nach eigenen Überzeugungen und Werten handeln kann, wird auf Dauer nicht glücklich mit seinem Job werden. Und da kommen wir auch schon zum Punkt Zielorientierung. Heute sind für Mitarbeiter und Bewerber die Werte und Normen eines Unternehmens immer ausschlaggebender dafür, ob man gerne zur Arbeit geht. Wenn schon die Unternehmensführung als nicht vertrauenswürdig wahrgenommen wird, kann die eigene Tätigkeit kaum als sinnvoll angesehen werden. Der Aspekt Bedeutsamkeit zielt darauf ab, dass man mit der beruflichen Tätigkeit etwas bewegen möchte. Welchen Einfluss hat meine Arbeit auf andere Menschen, auf das Unternehmen oder die Gesellschaft? Wenn diese Punkte positiv beantwortet werden und man sich dann noch als Teil einer kollegialen Gemeinschaft fühlen kann, wird der Job als durchaus sinnstiftend empfunden.

Mehr Zufriedenheit im Job

Laut der IMAS-Studie sind angestellte Erwerbstätige im Allgemeinen davon überzeugt, dass “ihre Fähigkeiten zum Anforderungsprofil passen und dass der aktuelle Beruf mit ihren anderen Lebensbereichen übereinstimmt. Zudem ist die berufliche Tätigkeit für jeden zweiten unselbständig Erwerbstätigen mit einem gewissen Stolz verbunden. Einen hohen Verdienst und Karrierechancen verbinden wenige mit ihrem Job.” Kein Wunder also, dass rund der Großteil der Arbeitnehmer mit ihrer Tätigkeit zufrieden oder gar sehr zufrieden ist.

2019-01-08T11:33:22+00:00 Arbeitswelt|